Freitag, 4. November 2016

Die moderne freie Welt

Stacheldraht, ethnische Minderheiten in profitablen Staaten, korrupte Politiker, machtbessesene Großkonzerne, Düsenjäger und Tod. Willkommen in der modernen freien Welt. Wir schreiben das Jahr 2016. Ein Jahr in dem uns die Menschheit als fortschrittlichste Spezies des Planeten Erde in den Medien propagiert wird. Ich sehe uns am Gipfel der totalen Verblödung. Einstein hatte Recht! Der Tag an dem die Technik die menschliche Kommunikation ersetzt ist längst erreicht. Viele abgelenkte Menschen irren durch die Straßen, auf der Jagd nach dem kurzen materiellen Glück. Die virtuelle Scheinwelt ist dabei das reale Leben zu verdrängen. Die virtuelle Scheinwelt ist auch nicht so schrecklich wie das reale Leben! Ich finde, es gibt Werte die dürfen nicht verloren gehen. Der Respekt vor der Schönheit der Natur geht verloren, bei den jüngeren Generationen. Die Achtsamkeit für ein Miteinander geht in der realen Welt verloren. Sie mag zwar in der vernetzten Welt des Internets wachsen, aber das Leben geschieht Hier und Jetzt! Schlimme Tatsachen verschwinden nicht, indem man sich ablenkt. Des Weiteren, läßt uns die Flut an Informationen abstumpfen und unempfindsam werden für schreckliche Bilder. Es müssen scheinbar immer schlimmere Bilder ran, die unserer Aufmerksamkeit noch würdig sind. Ich hoffe dieser Trend geht bald zurück! Es läßt uns zur Scheißegal-Spezies werden. Scheißegal, mir geht es doch gut. Scheißegal, es betrifft mich ja nicht! Scheißegal, komm lass uns neue Klamotten kaufen gehen! Was mag sich dieser Junge auf dem Bild wohl denken, wenn er unsere unachtsame verschwenderische Zivilisation sieht? Mit Sicherheit macht er sich keine Gedanken darüber, was er sich als nächstes kaufen soll. Sondern, er ist dankbar für das bisschen Nahrung zum Überleben.

Stefan Kibellus

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen